Segeln

Aktivitäten rund ums Segeln, Führerschein, WE-Training, J/24, Vereinsboote segeln
Juella

Juella

Von Wendtorf nach Karlshagen / Usedom

 

Die Zeit in Wendtorf wird auch für Wartungsarbeiten genutzt. Der Wetterbericht DP07 kündigt SW4-5 an, Schauer- und Gewitterböen bis 7Bft. Also kommt der Wind für uns aus richtiger Richtung. Außerdem: die Marina Wendtorf hat den Charme der 70er Jahre. Uns hat es einfach nicht gefallen.

Von Langballigau nach Wendtorf

Am So., den 5.8. fährt U. mit B. zu einer schönen Ausstellung A. u. R. Anschließend gibt es leckeren Kuchen im Dorfkaffee. Beim Ablegen müssen wir etwas tricksen, weil die „Fahrstrassen“ so eng sind. Dieser Hafen ist ja hyggelig und kuschelig aber sehr eng alles. Wenn man dort nicht hin muss, dann kann man ihn auslassen! Nach 2 gesegelten sm schläft der seichte Wind ein und der Motor sagt wieder einmal nüscht! Erst nach mehrmaligem Rantern und Zuppeln am Kabelbaum springt er an. Damit ist die Überlegung „Dänische Südsee“ oder "Deutsche Küste" gefallen! Mit der Vorgabe, den Motor nicht mehr ausgehen zu lassen, nehmen wir wieder Kurs auf Maasholm. U. ruft von unterwegs die Volvo-Werkstatt an und schildert unsere Situation.

Am 28. Julei lernen wir den Österreicher Gerald kennen, ein vielgereister Segler. Wir bitten ihn sich mal unsere Motorelektrik anzusehen, vier Augen sehen mehr als zwei. Außerdem ist er Systematiker, J eher so der Caot. Gemeinsam tüfteln und probieren die Zwei an Schaltpaneel und Motor. Das Problem, dass der Motor nicht anspringt, scheint am Vielfachkabel vom Schaltpaneel zum Motor zu liegen. Wenn man das Kabel hin und her bewegt, gehen irgendwann mit Glück und Zufall die Kontrollleuchten am Paneel an, dann kann der Motor gestartet werden. Was die eigentliche Ursache dieser Fehlfunktion ist, konnten wir nicht ergründen.

Wir sind froh und erleichtert, dass es nach über einer Woche Sejerö endlich weitergeht, auch wenn wir die friedliche kleine Insel sehr zu schätzen wissen! U gönnt sich zur Feier des Tages ein Fläschchen Piccolo beim Kochen.

Am nächsten Tag starten wir bei herrlichem Sonnenschein. Mittags passieren wir die Schifffahrtslinie Großer Belt. Unser Tagesziel nach über 30 sm ist der Naturhafen Korshavn im Norden von Fynen. Vor der Zufahrt startet der Motor NICHT! Wir laufen noch 2 sm weiter und gehen unter Segeln vor Anker in einer geschützten Bucht. J prüft den Motor, drückt und wackelt u.a. an diversen Drähten und sieh da, der Motor springt an. J möchte in die Hafenbucht an den Steg des Odenser Sejlklubs. Die Karte zeigt 1,40m Wassertiefe, genug für unsere 1,10m. Als wir dennoch im Schlick festsitzen, ziehen uns 2 hilfsbereite Dänen in einen Liegeplatz.

Heute endlich kam das neue Schaltpaneel! Ulla war, wie seit Montag, beim Einlaufen der Fähre am Hafen. Dieses verschmorte Schaltpaneel hielt uns eine ganze Woche hier im Hafen. Der freundliche Hafenmeister hatte ein Einsehen und wir müssen nur für 5 Tage Hafengeld bezahlen. Hier wissen viele Leute von unserem Problem...

Am 11. Julei liegen wir bereits eine Woche im schwedischen Hafen Getterön bei Varberg und der Motor läuft immernoch nicht. Die Volvovertretung hat kein Interesse mehr, für uns zu arbeiten, nachdem Jürgen eine Rechnung (hoch) bezahlt hatte. Ein Mechaniker einer anderen Firma ermittelte den Hauptgrund dieses „Piepens“. Er gab uns den Rat doch öfter den Ölfilter zu wechseln. Am nächsten Tag gewährt uns die mitfühlende Hafenmeisterin einen ordentlichen Rabatt. Statt 6 Tagen brauchen wir nur 3 Tage Liegegeld zu bezahlen. Glück können wir auch mal vertragen!

Tja, nun schon eine Woche im Hafen liegen kann auch auf die Nerven gehen!

Am 4. Julei 2018 sind wir von Anholt nach Getterön/Vaberg vor dem Wind gekreuzt. Wegen des Motorproblems sind wir jetzt fast eine Woche hier.

Das hier ist kein normaler Törnbericht, sondern ein besonderer Motorbericht.

Am 1.Juli Hafentag in Grenaa. Routinearbeiten: Motorcheck, Öl nachgefüllt, Wäsche waschen, Putzarbeiten, per Rad zum Einkaufen ins Städtchen. Am nächsten Tag springt der Motor nur schlecht an. Eine kleine Armada läuft aus Richtung Anhold. Nach 8 Seemeilen Motoren ertönt wieder das regelmäßige Piepen! Wir sind ratlos, denn alles Mögliche haben wir nachgesehen, Grobfilter, Motoröl, Kühlwasser 2. Kreislauf. Wir setzen die Segel, Fock und Groß, und kreuzen gegen NNE-Wind. Südlich und Südwestlich von Anhold wurde ein riesiges Feld mit Windanlagen gebaut. Das müssen wir umrunden, eine langwierige Unternehmung. Ulla macht ein Nickerchen, sie ist bedient von der Bolzerei!

Wir sind im Moment in Grenaa. Aber alles der Reihe nach:

Am 29. 6. sind wir von Bagenkop im Morgendunst abgefahren. Im morgentlichen Dunst drehen mehrere Großsegler mit voller Beseglung eine große Runde in der Marstalbucht bevor sie wahrscheinlich nach Kiel zurücksegeln, tolle Bilder! Bei Marstal entscheiden wir uns gegen den kleinen Belt um nach Osten zu segeln Richtung Rutköbing, wo wir nachmittags festmachen. Rutköbing ist ein ruhiger Ort. Mit Kopfstein gepflasterten Stässchen, üppigen vielfarbigen Stockrosen vor bunten Fachwerkhäusern.

Am 16.Juni gehen wir am Möllner See früh Ankerauf und nach 5 Schleusen mit geringem Hub, machen wir am frühen Nachmittag im Hansahafen / Lübeck fest. Alles hat sich verändert, das Hafenrestaurant Newport und die sanitären Anlagen: alles sehr schick!

 

Am 10. Juni 2018 haben wir um 9:50 abgelegt, nachdem uns ein Vereinskamerad mit einem Fläschchen Cremand nett verabschiedet hat.

27.05.2018

Auf ein Neues!

Hallo, wir sind in dieser Saison wieder unterwegs und versuchen am Fahrtenberichtswesen teilzunehmen.

Werden über die Elbe, wenn machbar, nach Lübeck schippern, dort den Mast stellen. Durch den Kleinen Belt nach Norden, dann Anholt, Westschweden und Südnorwegen. Südkurs und durch den Limfjord, Südschweden, Bornholm, Polen. Dort eventuell Bootsreparaturen.

Dann in Berlin nach ca. 3 Monaten wieder zurück.

Wir hoffen, das alles so klappt!

Juella

Kalmar war während des Mittelalters von großer strategischer Bedeutung bis es 1680 seine militärische Führungsrolle an den neuen Kriegshafen verlor. Sehenswert sind unter anderem der Barockdom, die Burg, Schlosspark mit Modern Art Museum, Gamlastan: Altstadtgassen mit schönen Holzhäusern und Blumengärten. Das Länsmuseum zeigt Schätze des mittelalterlichen Kriegsschiffes „Kronan“. Das Schiff, doppelt so groß wie die „Wasa“, ging 1676 bei einer Verfolgung durch eine dänisch-holländische Kriegsflotte an der SE-Spitze Ölands mit 800 Mann unter.

Die beliebte Insel Utö wird ´von vielen Fähren und Seglern angelaufen. Die Hafenmanöver laufen ruhig und gelassen ab, ohne laute Worte. Es herrscht eine lockere, fröhliche Atmosphäre. Von einer holländischen Mühle hat man einen schönen Blick über Utö und den Schärengarten. Der Heimatverein unterhält ein kleines Museum, das über die Geschichte und den Eisenerzbergbau informiert. Am nächsten Morgen haben wir ein kräftezehrendes Manöver, um unseren Heckanker freizukriegen. Jürgen baut später das schwere Heckankergeschirr um. Er tauscht den 15kg Bruce gegen einen 11kg Bügelanker. Der 10m Kettenvorlauf wird mit 10m Bleileine ersetzt. Für diese Region ist das allemal ausreichend!

Restaurantbesuche sind zu teuer, deshalb ist meist Selbstverpflegung angesagt, zB. Frischer , in Butter gebratener oder geräucherter Lachs mit dunklem, leicht süßlichem Brot. Ungewöhnlich aber lecker! Sauer eingelegte Gurken gibt’s vom Spreewald, über Polen, baltische Länder bis hier her.

Weiter geht’s über das betonnte Schärenfahrwasser zur südwestlichen Stadt Finnlands : Hanko.

Von Lohusalu gibt es gute Busverbindungen in die Estnische Hauptstadt Tallinn, die seit 1285 unter dem Namen „Reval“ zur Hanse gehörte. Die gesamte Altstadt gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Die alte Stadtmauer mit ihren 26 Türmen ist fast vollständig erhalten geblieben. Auf dem Domberg steht u.a. das Schloss Katarinas II, heute Sitz des estnischen Parlamentes. Gegenüber steht die Alexander-Nevski-Katedrale, als Zeichen des russischen Herrschaftsanspruch gebaut. Von 2 Aussichtsplattformen hat man wunderschöne Aussicht über die mittelalterlichen Stadtviertel bis zur großen Bucht.

Von der Danziger Bucht bis Klaipeda/Litauen waren wir knapp 23 Std unterwegs. Meist mußten wir motoren. Dabei wurden wir durch den in Danzig erworbenen neuen elektrischen Steuermann unterstützt. Abends wurde vor unserem Ziel der Nebel so dicht, dass man keinerlei Molenfeuer erkennen konnte. Also haben wir in Strandnähe vor dem Hafen geankert. Ein Besuch des kurischen Haffs und der Nehrung per Boot und Bus waren äußerst interessant. Die riesigen Wanderdünen und auch das Thomas Mann-Sommerhaus, frisch restauriert! Bei starkem Sturm lagen wir sicher im Kastellhafen!

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