Seesegeln

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10.07.2018

JUELLA Sommertörn 2018 - Bericht Nr. 5

geschrieben von

Am 4. Julei 2018 sind wir von Anholt nach Getterön/Vaberg vor dem Wind gekreuzt. Wegen des Motorproblems sind wir jetzt fast eine Woche hier.

Das hier ist kein normaler Törnbericht, sondern ein besonderer Motorbericht.

Im neuesten Törnführer Schweden/Westküste wird diese Volvo-Vertretung extra erwähnt. Also Kurs auf Getterön bei sehr leichtem Wind... Mit Motorunterstützung überqueren wir die Großschifffahrtslinie. Bis vor den Hafen sanftes Segeln, mit Motor dann zum Liegeplatz. Die Volvo-Vertretung vertröstet uns auf Freitag bzw. Montag. Die Zeit im Nacken...

Ulla erkundet Varberg per Rad: geschützter „Binnenhafen“. Der Hafen liegt ganz zentral. Das Kaltbadehaus am Strand und das Kurhaus aus den 1880er Jahren, ein stattliches Holzgebäude mit Türmchen, geben einen guten Eindruck vom prunkvollen Stil der High Society, als Vabergs Aufstieg zum schicken Badeort begann. Nebenan liegt die riesige Festungsanlage (13.-17.Jh.) Von See kommend bildet die Festung eine gut sichtbare Landmarke und sie an Stb lassend erreichen wir den Hafen.

In der Kungsgatan sind die Restaurants in gepflegten alten Holzhäusern gut besucht. In Schweden gibt es Mittags interessante Essensangebote, abends ist es reichlich teurer.

Das Internet funktioniert hervorragend! Jürgen recherchiert über Volvo-Motordetails.

Motorcheck: Impeller ist OK, Motoröl OK, Kühlwasser OK. Im Wasserabscheider hat sich viel Unschlitt angesammelt. Doch was ist das, wenn der Motor nach 1,5 Std. Piep, piep macht??? Kann doch nur sein, dass er zu heiß wird und dass die Kühlwasserzufuhr zu gering ist. Die Jungs von Volvo kamen noch am Freitag vorbei und gaben den Tipp doch den Kühlwasserthermostat auszubauen. Wo das ist, wussten sie und auch ich nicht. Am Samstag reinigt Jürgen den Waserabscheider vom Unschlitt. Wieder Einbau und dann den Motor starten ging nicht.

Dann per Rad nach Varberg. Fußballspiel Schweden-GB war das Ereignis, überall gelb-blau-gekleidete Fans, ein großes, emotionales Erlebnis. Die Kleinstadt wie leergefegt.

Sonntag: Ulla geht baden, gemütliches Frühstück auf der “Sonnenterrasse“. Mittags steigt Jürgen bis zum Masttopp, die Dirk war ausgerauscht. An der Saling wird auch noch der Radarreflektor installiert. Ulla ist immer froh, wenn ich vom Masttopp wieder unten bin.

Nachmittags erkunden der Gegend. Die Schweden nutzen das tolle Sonnenwetter und baden ausgiebig. Immer wieder kleine Sandstrände und schmucke kleine Holzhäuser.

Montag tauchen zwei Volvo-Mechanicker auf: bauen den Wasserabscheider aus und nehmen ihn mit in die Werkstatt, regeln die Startfunktion. Dienstag kam nochmal ein Mechaniker. Er entlüftete den Motor, baute vorher den nochmal gereinigten Wasserabscheider ein. Motorstart dann OK! Noch einmal dann Motor unter Last im Liegeplatz ca. 1 Std. laufen gelassen, dann wieder piep, piep! Die Rechnung für bis lang geleistete Arbeiten wurden bezahlt. Danach hatte die Volvo-Vertretung keine Interesse mehr das Piep, Piep zu ergründen. Wir überlegen. Es ist uns zu riskant einfach so weiterzufahren und nehmen Kontakt zu einer Volvo.Vertretung in Göteburg auf, die uns auch immer wieder von den Einheimischen Bootsnachbarn empfohlen wurde. Von der Werkstatt im Hafen hielten sie garnichts, das haben wir dann auch mitbekommen! Diese Motorodyssee dauert nun schon eine Woche... Wenn alles in Ordnung ist, machen wir uns auf den Rückweg, Oslo entfällt...

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