Segler-Verein Stössensee e.V.

Segeln auf der Sonnenseite der Havel

Ende gut - alles gut!

08.10.2021

Diese Spätsommersegelsaison war gekennzeichnet von langanhaltenden Starkwindphasen und kurzen Flauten. Alle schütteln den Kopf von wegen: „ In September the Meltemi dies down“ .
Wir berichteten zuletzt aus Samos, wo wir endlich am 25.9. wieder aufbrechen konnten. Es ging nach nun zurück nach Süden. Bei achterlichem Wind zunächst nur unter Genua, dabei gemütlich gefrühstückt. Dann Versuch mit Schmetterling, was leider immer nie lange gut ging, da die Welle noch zunahm und der Wind weniger wurde. Aber immerhin klappte es mit dem Segeln bis kurz vor Arki.
Dann Wind auf der Nase, bevor er ganz einschläft. Motor an, und plötzlich spielen  wieder viele Delphine um uns herum. In der Bucht vor Porto Augusto viel Bootsverkehr; wir machen gar nicht erst den Versuch, dort einzulaufen, sondern suchen gleich eine freie Boje in der Ormos Maratho gegenüber. Wir wollen nochmal baden und endlich die andere Taverne ausprobieren! Nicht nur die Luft hat sich nach dem Starkwind deutlich abgekühlt, auch das Wasser hat nur noch 22 Grad.  Da wird gleich auf den höchsten Gipfel gewandert, wo wir ein herrliche Aussicht über das Archipel genießen. Und Abends  nun ins Restaurant Pantelis, wo wir hervorragend essen. Unterm Sternenhimmel sitzen wir abends noch warm eingekuschelt draußen und genießen die himmlische Ruhe.
Für die nächsten Tage droht schon weder Ungemach; Zeit, einen sicheren Hafen anzulaufen. Lipso bietet sich an, denn auf nächtliche Ankerwache hat keiner Lust.
Es werden schließlich wieder 9 Hafentage südlich der Mole! Wir liegen sicher, aber durch den Wind, der ins Cockpit weht, sehr ungemütlich. Zum Glück haben wir meist auch Langfahrer als Nachbarn. aber jedesmal , wenn jemand kommt oder fährt, steht man am Bug und hofft, dass keine Kette überkreuzt ist und der Anker hält.  
Bei dem Sturm bis 39 kn im Hafen kommen aber immer wieder große Charteryachten und kämpfen um einen sicheren Liegeplatz. Anker slippen, Landleinen werden quer über Alles ausgebracht. Es ist laut und unruhig.
Aber sonst hat Lipso eben viel zu bieten, wenn man schon dort liegt. Wir haben Wasser und Strom, einen guten Bäcker und  die Taverna „Manolis Tastes“.
Bei dem kalten Wetter sind die Badebuchten ziemlich leer, aber es gibt jenseits des heulenden Windes viele Möglichkeiten zu wandern.
Neben uns liegt die „Whight Egret“ von unseren englischen Freunden aus Leros. Zwei Moodys, da gibts viel zu erzählen und voneinander zu lernen.
Am 5. Oktober ist es soweit, der Wind flaut etwas ab, so dass allgemeine Aufbruchstimmung herrscht.
Wir genießen einen letzten herrlichen Segeltag bei 20 bis 25 kn achterlichem Wind, der uns rasch bis nach Leros bringt.
In der Marina werden wir wieder herzlich begrüßt.  Der Wind lässt jetzt nach, ab nächste Woche soll es schlechtes Wetter aus SE geben. Die Wassertemperatur beträgt noch 20.5 Grad, Luft 22 Grad. Wir sitzen abends in der Kajüte; um 19 Uhr ist es dunkel. So ein Wetter wie dieses Jahr haben wir hier noch nie erlebt.  Woran das wohl liegt?
Wir werden TARA jetzt winterfest machen, am 13.10. gehts an Land und dann nach Hause.

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