Segler-Verein Stössensee e.V.

Segeln auf der Sonnenseite der Havel

Es geht vorran!

04.06.2021

Nach einer Woche in der Werft waren wir abfahrtbereit. Bloß los, bevor noch was kaputt geht. Am 1. Seetag ging es nur 8 nm um die Südecke von Leros in die Xirokamposbucht. Dort sind alle Muringbojen entfernt, also Anker raus. Beim 2. Manöver waren wir zufrieden. Zum Abschied fuhren wir abends noch mit dem Dingi zum Essen ins „Porto Nikola“. Und später dann der Supermond tief am Himmel - wenn das kein Glück bringt.


Wir hatten uns noch erkundigt, ob wir nach Kalymnos fahren dürfen, aber die Insel war weg. eines Corona-Ausbruchs gesperrt.
Also am Donnerstag bei leichtem NW unter Segeln weiter bis zur kleinen Insel Pserimos - vor der Ostküste Kalymnos umspielen ein paar große Delphine unser Boot- ein seltenes Glück! Zwischen der kleinen Insel Plati und Pserimos fahren wir vorsichtig über ein Flach mit türkisfarbenem Wasser und sind rasch im kleinen Hafen. Das Ankermanöver klappt super. Wir bleiben bis zum späten Nachmittag allein an der Pier. Sonst soll es hier vor Ausflugsbooten aus Kos wimmeln. Der kleine Ort besteht aus mindestens 2 Kirchen, mehreren Tavernen und Cafés sowie Souvenirbuden und 1 Minimarkt - sobald das einzige Ausflugsboot mit 5 deutschen Touristen abgelegt hat, werden die Schotten dicht gemacht.
Schließlich kommen noch 2 große Charteryachten und machen mit viel Hallo neben uns fest.


Als wir vom Essen - Ziegenstifado, lecker- über den Strand zurückkommen, bereitet sich eine Truppe von griechischen Marinesoldaten auf eine Nachtübung vor - ein Spektakel direkt vor uns - mit Tarnfarbenschminke und der hier überall zu tragenden Mundnasenbedeckung. Dann klettern sie in die schnellen Schlaucher - und verschwinden in der Dämmerung. Der  Sternenhimmel ist fantastisch, denn der Mond geht spät hinter den Felsen auf. Dann kommen auch die Besatzungen der Charteryachten zurück - und es wird laut. Wir verziehen uns - auch wegen der doch frischen Temperaturen -in die Kajüte und klappen die Ohren zu.


Beim Ablegen am nächsten Morgen hängt über unserer Kette die Ankerkette einer der Charteryachten - Hubert hat es schon geahnt - und plötzlich herrscht Stress, bis wir freikommen.
Aber dann wird es bis in den Stadthafen von Kos bei auffrischendem NW eine tolle Segelpartie. Nach telefonischer Voranmeldung vor 2 Tagen und kurzem Funkkontakt weist ein Marinero einen geschützten Platz unterhalb der Festungsmauer zu.
Hier ist schon deutlich mehr los, aber dennoch sind viele Restaurants und Geschäfte noch geschlossen. Hier erfahren wir auch, dass Kalymnos jetzt doch wieder offen ist.
Kos lebt vom Tourismus- aber es kommen nur ein paar Deutsche.
Wegen hoher Inzidenzen haben die Niederlande und Grossbrittanien Flüge nach Kos gecancelt. Über 3000 für die nächste Woche erwartete Touristen kommen nun nicht.
Wir bummeln durch die Altstadt und antike Agora - und relaxen. Heute werden wir uns ein Auto mieten, um Ausflüge zu machen und unsere Freundin Ortrud vom Flughafen abholen, die uns nun bis zur gemeinsamen Rückkehr nach Berlin wieder begleiten.

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