Segler-Verein Stössensee e.V.

Segeln auf der Sonnenseite der Havel

Alle reden vom Wetter

22.05.2019

Auf Amorgos schien endlich mal wieder die Sonne, und der nahe Strand lud zum - allerdings noch - frischem Bade. Wir blieben sogar einen Tag länger, weil wir das komplizierte Procedere der nun doch fälligen neuen Bootssteuer erledigen wollten, was nach mehrfachen Versuchen im Internet und einer engagierten Bankangestellten auch endlich gelang. 

Am Dienstag ging es dann weiter mit vorhergesagten moderaten südlichen Winden. Aber irgendwie ist es um Amorgos wohl immer etwas anders; es stand eine mächtige Welle, der Wind war heftiger als erwartet, das Wetter grau!! Nach über 2 Stunden mit z.T. 7kn Fahrt über Grund nahmen wir das Gross ganz weg, und weiter gings nur unter Genua. Zwischen Shinoussa und Irakleia nahm die Welle ab. Zeit, zum Tee kochen, denn die Sonne wollte einfach nicht rauskommen. Es schien bei anhaltendem südlichen Wind sinnvoller, die Passage zwischen Paros und Naxos anzugehen und nicht in den Hafen von Mirsini zu gehen. Mit vorwiegend achterlichen Winden liefen wir bis in den proppevollen Hafen von Naxos-Stadt, wo wir gerade noch in eine kleine Lücke schlüpfen konnten. Hubert wurde sofort vom Hafenmeister wiedererkannt. Skipper und Crew plädierten nach dieser langen, kalten Etappe für einen Ruhetag.

In der netten Strandtaverne saßen wir mit Fleecepullovern und konnten auf dem Rückweg gerade noch eine müde Sonne hinter der gegenüberliegenden Insel Paros untergehen sehen sehen. Nach einer bis auf das unermüdliche Bimmeln der Kirchenglocken ungestörten Nachtruhe widmeten wir uns der Pflege und dem Unterhalt von Mensch und Boot. Wieder war es grau und regnerisch, aber für Donnerstag war endlich Sonne vorhergesagt mit weiter südlichen Winden.
Um 9 Uhr verlassen wir den Hafen, nachdem wir die Ankerkette unseres kanadischen Nachbarn in der engen Hafeneinfahrt gerade noch abschmeissen konnten! Bis nach Finikas an der Westseite von Syros wird es ein unerwarteter Kurs hoch am Wind. Nach gut 6 Stunden sind wir froh, noch eine Muring an der Innenseite der Pier zu erwischen Wir mieten ein Auto und erkunden den wilden grünen Norden, die Chora von Ano Syros mit der St. Georgskirche, bummeln über die marmornen Plätze von Ermoupolis und entdecken nette kleine Küstenorte. Bei für Samstag vorhergesagten Westwind werden wir von hier erst Sonntag nach Kythnos weitersegeln. Im kleinen Hafenort Finikas herrscht eine entspannte Atmosphäre, die wir bei nun freundlichen Temperaturen genießen können.

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