Segler-Verein Stössensee e.V.

Segeln auf der Sonnenseite der Havel
Orion drei

Orion drei

Sicherheitshinweis: Ich habe den Hafen von Marup/Samsö, exakt zwischen den Tonnenpaaren fahrend, verlassen. Navionics oder die GPS Ungenauigkeit zeigten das obige Bild. Also das eigene Auge ist entscheidend. Bin da seit Estland sehr genau ;-)

Gruß

Wolfgang

ORION³ 9. Standortmeldung

Nachdem wir am 6.8. rechtzeitig, bereits um 11:00 Uhr !!!, in Flensburg ankamen, haben wir auch hier wieder einen tollen Platz zum Festmachen gefunden. Der Platz war ruhig, die Stadt zu Fuß schnell erreichbar und der Blick Richtung Förde. Wir genossen am Museumshafen unser erstes, sehr leckeres, Fischbrötchen in diesem Urlaub. In den Folgetagen unternahmen wir ausgedehnte Spaziergänge durch Flensburg. Besonders hat es uns die „Rote Straße“ angetan. Schöne Hinterhöfe mit Kunstgewerbe und kleinen Restaurants. Highlight war natürlich eine Rumverkostung bei „Braasch“, dem letzten Rumproduzenten in Flensburg.

Am 9.8. ging es dann weiter nach Kappeln. Auch an diesem Tag hatten wir etwas Hoffnung, die Strecke unter Segeln absolvieren zu können. Für 10 Min hatten wir Groß und Genua gesetzt, dies gefiel dem Wind überhaupt nicht und er reduzierte seine Kraft auf 1,6 Kn. Also doch wieder motoren. Wenn ich die Berichte unserer Vereinskameraden lese, müssen sie auf einer anderen Ostsee unterwegs sein. Wir jedenfalls haben seit Göteborg keinen Wind oder es kachelt (s. Windy Bild Kappeln in der Galerie).

9.8. im Hafen der Bootswerft Henningsen&Steckmest festgemacht. Diesen Tip haben wir von Chrissi/Sturmvogel. Toller Hafen (mit super WLAN!) und die hier handgefertigten „Scalar“ Yachten sind eine Augenweide. Wir warten hier die 2 Tage Starkwind ab und hoffen, am Montag nach Heiligenhafen aufbrechen zu können. Die Zwangsruhetage sind eine Wohltat für mein Handgelenk.

Gruß von der ORION³

Jeanette und Wolfgang

ORION³ 8. Standortmeldung

 

Lang ist es her, dass sich die ORION³ gemeldet hat. Ich will die letzten Tage/Wochen jetzt nachholen und gleichzeitig über die Hochs und Tiefs dieses Reiseabschnittes berichten.

Die landschaftlich reizvolle Fahrt durch den Göta Kanal, mit den von mir/uns, empfunden Höhepunkten: Motala, Forsvik (ein Steg, Stille pur und Wiege des Göta Kanal), die sehr engen Kanaldurchfahrten nach Forsvik, Läkö nach Teilquerung des Vännern (kleiner Hafen direkt am Schloss), die Passage durch die schönsten Binnenschären Europas und der restlichen Strecke von 41 Sm über den Vännern Richtung Vännersborg unter Segeln. Der Regen konnte mir die Stimmung nicht verhageln.

Negatives aus dem Götakanal: Der Kampf um den abendlichen Liegeplatz. Der zunehmenden, touristischen Nutzung des Kanals, größere Motor- und Segelboote, aber keine entsprechende Erweiterung der Liegeplatzanzahl. Man musste um 12:00 schon überlegen, wo kann ich heute Abend festmachen.

Auch das seemännische Verhalten war gewöhnungsbedürftig. Als wir z.B. im Begriff waren an einer Tankstelle anzulegen, entschied sich ein 46 Fuß Motorboot vom gegenüberliegenden Ufer unter Einsatz von Hauptmaschine, Bug und Heckstrahlruder dies noch schnell vor uns zu tun. In der Hoffnung, das im Kanal querstehende Monstrum würde uns beeindrucken, was es nicht tat, zog er dann zurück, wir legten an und tankten unsere 37 L Diesel und fuhren weiter.

Nachdem wir mit allen 57 Schleusen sehr gut klarkamen und die Vorbereitung immer passte, war eine Situation am letzten Tag im Götakanal sehr ärgerlich. Es fuhren immer 4 Boote in die Kammer und je früher geschleust werde kann, desto größer die Chance auf einen Platz am Abend.

Vor uns sind 3 Deutsche und ein Däne an der Reihe, wir sind also nicht dabei. Die Schleuse geht auf, die Deutschen und der Däne starten den Motor aber nur die 3 Deutschen fuhren ein, der Däne wechselte nur den Liegeplatz. Wir nutzten also schnell die Gelegenheit und den plötzlich freien Platz in der Schleuse. Es war in der Kammer erstmalig nach langer Zeit die StB Seite, also schnell die Kugelfender auf die andere Seite. Leider waren die anderen Fender vom Vorabend aber etwas zu hoch und die Schleusenwand etwas zu tief und schon war der Kontakt und 3 Schrammen da. Ich war stocksauer auf mich. Habe mich zu einer übereilten Aktion hinreißen lassen und das bei einer einfachen Schleuse.

Was aber besonders belastet, ist der Umstand, dass bei zu starkem Kurbeln/Kurbeldruck in den Schleusen aufgrund zu schnellem und wildwasserartigem Einströmen des Wassers mit der linken Hand und das Tragen von zwei 20 L Kanistern Diesel zum Ausfall meiner linken Hand führte. Das Problem habe ich bis heute 5.8.19, bin quasi „Einhandsegler“.

Trollhättekanal bis Göteborg – 6 Schleusen an einem Tag:

Diesen Kanal mit seinen 6 Schleusen, die im Vergleich zu Göta Kanal riesig sind (je ca 8 m Hub), haben wir zügig bis Göteborg passiert, bis uns eine Eisenbahnbrücke kurz vor Göteborg 1,5 Std ausbremste. Auch hier ging es am Abend um die letzten freien Liegeplätze in Hafen Göteborg Lilla Bommen. Die Jagd war eröffnet, ein Schwede überholte mich sogar noch in der Schleuse. Wir blieben gelassen, hatten wir doch über Dockspot reserviert, das war in diesem Fall gut so.

Im Hafen drängelte die suchenden Boote, aber unser Platz war frei. Einziges Problem war, unser 3,1 m breites Boot in eine 3,0 m breite Box zu bekommen. Mein Bootsnachbar war ein Rassy 59 mit gefühlten 1m dicken Fendern. Egal, unser Platz ist bezahlt (und kein anderer frei), wir fahren hier rein. Die großen Augen und der Einwand vom Sohn des Eigners, das ginge so nicht, hielt uns nicht vom Anlegen ab. Ein freundlicher Norweger half uns dabei. Der Vater/Eigner der 59er war ein freundlicher Däne, der dann sofort seine übergroßen Fender gegen kleinere tauschte. Im der anschließenden Unterhaltung gab er uns Tips zu Göteborg und empfahl uns die Altstadt Haga. Diese haben wir bei 30 Grad am nächsten Tag auch besucht, sehr schön.

Anmerkung: Wenn ich den Sanitärräumen von Lilla Bommen den Charme einer Bahnhofstoilette attestieren würde, wäre es eine Beleidigung für die Bahnhofstoilette.

Also keinen Tag länger und am 25.7. auf zu einem kleinen Schärenhafen auf Fotö, das krasse Gegenteil: idyllisch, klein und Ostschweden pur. Hier verbrachten wir 2 sehr schöne Abende, bevor es Richtung Dänemark….

… Säbö weiterging. Da meine Hand nicht mehr so einsetzbar ist, streichen wir einige der gesteckten Ziele und leiten den Heimweg ein. Wir querten das Kattagat, anfangs unter Segeln. Leider hielt die Freude nicht lange an, der Wind ließ nach und Wellen und Strom passten nicht mehr zusammen. Die Segel schlugen ohne Winddruck, also doch wieder Motor an. Der wurde jetzt unser ständiger Begleiter. In Säbö erlebten wir des Streichen des Dannebrog begleitet durch Trompete mit anschließender Nationalhymne. Die Dänen sangen bei ihrer Hymne laut mit. Es war sehr stimmungsvoll.

Hals war das nächste Ziel und auch hier zeigte sich, dass vor 13:00 zu Erscheinen noch für einen Liegeplatz sorgen kann.

Grenaa, diesen Hafen habe ich mir gewünscht, da sich hier direkt am Hafen das Kattegat Aquarium befindet. Es war herrlich und traurig zugleich, meine UW Freunde zu sehen und gleichzeitig die Haie in einem kleinen Becken zu wissen.

Von Grenaa ging es nach Samsö, immer unter Motor, mein Frust wächst. Anderseits schont es meine Hand. Eigentlich wollten wir auf Empfehlung eines Dänen die gegenüberliegende und autofreie Naturinsel Tunö anlaufen, drehten aber kurz vor dem Hafen wieder ab. Zu voll und ein Ragattafeld vor dem Hafen – Der Hafen schien aus allen Nähte zu platzen. Darauf hatten wir keine Lust.

Neues Ziel Marup/Samsö, auch eine wunderschöne Insel und ein netter Hafen. Es war Freitag und viele Dänen segelten ins Wochenende, und so ziemlich jedes Boot GRILLTE an diesem schönen Abend…. Das war echt unglaublich, das hat uns imponiert.

Nächstes Ziel Middelfart. Wie auch anders, es wir motort. Glattes Wasser hat aber auch etwas für sich. Unsere Taucherherzen schlagen höher, wir sehen einen Seehund und mehrfach Schweinswale. Letztere werden auf der folgenden Etappe Richtung Sonderburg unsere Begleiter.

5.8.19 Standort Sonderborg: Ein Hafentag zum Ausruhen und Bunkern, morgen soll es nach Flensburg gehen, die erste deutsche Stadt nach Wochen und endlich wieder im Euroland.

Gruß von der

ORION³

Jeanette und Wolfgang

ORION³ 7. Standortmeldung

 

Heute ist der 12.7. und wir sitzen auf dem „Berg“, der See Roxen und die berühmte Schleusentreppe von Berg mit ihren 7 Kammern liegt hinter uns. Auch diese Tagesetappe mit 15 Sm ist geschafft.

https://youtu.be/waTV44IiXVc

Die Geschwindigkeit, mit der geschleust wurde, war sportlich. Ein schwedischen Motorbootes links neben uns, dessen Heck sein Eigner kaum unter Kontrolle hatte, fuhr häufig diagonal in die Schleusenkammer und dann reichte der Platz für 2 Boote nebeneinander nicht aus. Daher fuhr ich erst nach dem Motorboot als Letzter in die Kammer ein. So blieb für mich nur wenig Zeit für die Leinenarbeit. Während ich noch die Achterleine belegte, schlossen sich schon die Tore. Ich musste noch den Motor stoppen und die Vorleine dichtholen… Das Wasser sprudelte heftig und die Luft in der Kammer stand. Wenn man sommerliche Temperaturen mal gerade nicht braucht, sind sie da. Die Vorstellung von Jeanette, zwischendurch einen Schluck Wasser zu nehmen, war Wunschdenken. Es ging zügig von Kammer zu Kammer, keine Zeit für Erfrischungen. Als wir endlich nach knapp 2 Stunden oben waren, wussten wir was wir getan haben. Wir freuten uns auf eine Dusche und ein kühles Bier.

Schon im Vorfeld beschlossen wir, am Ende der 7. Kammer, im Hafen von Berg zu übernachten. Dies war die richtige Entscheidung. Wir genießen den Abend und morgen geht es mit dem Fahrrad in die Umgebung.

Gruß von der

ORION³

Wolfgang und Jeanette

ORION³ 6. Standortmeldung

Da sind wir wieder, nach dem wir Stockholm, trotz des schlechten Wetters, genossen haben, ging es am 6.7. weiter nach Nynäshamn. Wir passierten hier die enge und sehr flache Passage bei Gammeludden. Navionics zeigte eine Tiefe von 1 – 1,5m, Ralf sagte, er ist hier schon durch. Wir haben auf Ralf gehört und er hatte recht. Es war dann tatsächlich eine wunderschöne Fahrt.

In Nynäshamn angekommen, empfingen uns Crissi und Ralf sehr herzlich. Der gemeinsame Abend bei super leckerem Essen war wunderbar entspannend. Wir bleiben etwas in Nynäshamn, nicht zuletzt, um den Weinvorrat etwas aufzustocken.

Am 9.7. brachen wir dann Richtung Oxelösund auf. Hier waren wir mit Barbara und Ulrich verabredet. In der Nacht heulte es wieder einmal ordentlich in den Wanten. Wir verschoben unsere Abfahrt am frühen Morgen. Aber 90 Min später wurde dann um 7:30 doch abgelegt und es folgte ein schneller Halbwindsritt, mit bis 24 Knoten Wind, nach Oxelösund. Ein Fischerhafen, der mit modernen Marians nicht zu vergleichen ist, aber trotzdem nicht ohne Charme und zu unserem Erstaunen mit einem super WLAN. Der Abend mit Barbara und Ulrich rundete die Segeltag ab.

Am nächsten Morgen, 10.7., zog es uns weiter nach Mem (Göta Kanal) und die PrimaDonna nach Nynäshamn.

Für uns wurde es ein schöner Segeltag, der erste, durch die Schwedischen Schären. Was für ein Glück, zwei Tage hintereinander segeln und am zweiten Tag sogar mit „tropischen“ 19° ;-)

Im Mem angekommen, bezahlt und den ersten Abend gleich ein „Stockwerk“ höher verbracht.

Wir genossen diesen ersten Sommerabend und am nächsten Morgen, 11.7., ging es gleich zur nächsten Schleuse. Das Schleusen beginnt für uns gefühlt Mittags, erst um 9:00 Uhr L.

Wir absolvierten bis zum Festmachen 14:30 in Norsholm 10 Schleusen. Das reichte dann auch. Die Schleusen waren kein Problem, das Anfahren zum Übersteigen vor der Schleuse war mit unter ein Problem. Die sehr kurzen „Stege“ lagen so verquer, dass das Absetzen von Jeanette eine richtige Zirkelei war. Die Bugstrahl-Jachten waren hier hörbar im Vorteil. Was ist alles passiert: des Ende eines Fenderbrettes ist vor der Schleuse gerissen, die achtere Leine gelang einmal unter die Fender und ein Kopfschlag hielt beim schleusendem Druck nicht stand.

Sofortmaßnahmen: in der Schleuse das Fenderbrett mit dem verkürzten Ende an dem unteren Relingsdraht befestigt, Achterleine in der Schleuse klariert - mittels Hechtsprung, 2 weitere Kopfschläge der Achterleine verpasst.

Alles in allem war es anstrengend, aber weniger stressig, wie es sich vielleicht jetzt liest.

Morgen, 12.7., wird die Schleusentreppe bei Berg angegangen. Schauen wir einmal.

Gruß von der

ORION³

Wolfgang und Jeanette

ORION³ 4. Standortmeldung

Nach 3 schönen Hafentagen in Kakumäe (Nahe Tallinn), wo wir wieder auf einen sehr netten Hafenmeister getroffen sind, und einem tollen Stadttag in Tallinn sind wir am 19.06. auf die Überfahrt nach Hanko / Finnland gegangen. Diese 65 sm haben wir bei viel Wind und Welle in 11 h zurückgelegt.

https://youtu.be/tIs16EIVfWQ

Bis auf eine halbe Stunde, die Wolfgang zum Wechsel der Gastlandsflagge nutzte, hatten wir immer Wind zwischen 4 und 5 Bft, wobei die Wellenhöhe – je näher wir Hanko kamen – ständig zunahm.

Unsere Hafenplatzreservierung über Dockspot hat zwar gut geklappt, aber vor Ort war dann doch die falsche Boxenseite reserviert, sodass wir bei 5 Windstärken von der Seite auf engem Raum schnell noch die Fender umhängen mussten. Trotz aller Bemühungen gab es dann doch eine Schlängelberührung, bevor wir festmachen konnten. Dies das erste Mal ohne Hafenmeisterhilfe… Bisher wurden wir immer winkend empfangen. Als wir dann endlich fest waren, kam der Hafenmeister dann doch, um uns mitzuteilen, dass wir uns umlegen müssten, da dieser Platz reserviert wäre. Ja stimmt – von uns! Darauf kam dann ein kurzes OK. Wahrscheinlich sind sie hier so kleine Schiffe nicht gewohnt.., so jemand reserviert wohl sonst nicht. Übrigens sind wir hier, wie schon in Kakumäe, das einzige deutsche Schiff.

Heute bläst der Wind im Hafen wieder mit 4-5 Bft.. Wir planen morgen (am 21.06.) von Hanko in die finnischen Schären aufzubrechen – Ziel Kasnäs, wir sind gespannt.

Gruß von der

ORION³

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ORION³ 5. Standortmeldung

 

Die Zeit des Segels scheint vorbei L, kein Wind auf der Fahrt nach Kasnäs, zum Ausgleich dafür Nebel. Auch war der Hafen von seiner Lage nicht sehr ansprechend. Der Schwell, den die Finnen mit ihren Motorbooten erzeugten, schien kein Ende zu nehmen.

In diesem recht großen Hafen Kasnäs, der an ein Urlaubs-Bungalowdorf angeschlossen war (mit Spaßbad für Familien) haben wir die Sommersonnenwend-Feier erlebt. Aber das war, anders als erwartet, gar nichts, keine Musik, keine feiernden Crews – alles ganz ruhig. Das war für uns aber auch in Ordnung.

Weiter ging es am 23.06. nach Jurmo – ein Tipp von Ulrich (PrimaDonna), eine sehr naturbelassene Insel. Dort sind wir gewandert und haben bei tollem Wetter viel gesehen:  eine schwarze Schlange (nach späterer Auskunft eines Einheimischen die einzige giftige Schlange Finnlands) und freilaufende Alpakas, sehr zutraulich. Außerdem haben wir noch den größten Hasen der Welt gesehen, Wolfgang hielt ihn für ein Kängeru. Aber auch nach Auskunft des Einheimischen war es nur ein „big rabbit“.

Jurmo war ein wirklich guter Abschluss von den finnischen Schären, danach ging es am 25.06. in die Ålands, leider wieder ohne Wind – ganze Strecke unter Motor, 60 sm bis Mariehamn. Dieser Schärenslalom barg wieder eine Schreckminute. Die geplante, nicht ausgetonnte, Route führte über ein Flach von 6 m Tiefe. Die Logge ging aber rapide runter, also erstmal Rückwärtsgang und dann vorsichtig ran tasten – wir sind gebrannte „Kinder“ und siehe da, statt der 6 Meter waren es nur 2,40 Meter. Es hat gereicht, aber solche Momente brauchen wir eigentlich nicht.

Mariehamn gefiel uns auf Anhieb so gut, dass wir – auch aufgrund von vorhergesagtem Starkwind, gleich 4 Nächte gebucht haben. Zeit zum Ausruhen, Stadtbummel, Museumsbesuch und während des Starkwindes kam nochmal richtig Action, denn unser Steg drohte im 3. Drittel abzureißen (die Kette eines Schwimmsteges war gebrochen) und dort mussten mal eben 6 große Yachten im Sturm (bis 32 kn) umgelegt werden. Das war nicht lustig. Wir hatten Glück, wir konnten als erstes Boot von außen gezählt liegen bleiben. Wolfgang hat mit aller Kraft beim Umlegen und Absichern des Steges geholfen und dafür gab es von einem Schweden einen echten schwedischen Kräuterschnaps, das war eine nette Geste.

Nächste Station Furusund erreichten wir am 29.06., ein Hafen, der als Übergang geplant war, wurde zu einer Idylle, die wir nicht so schnell verlassen wollten. Nachdem wir motoren mussten, segeln war wieder nicht möglich, genossen wir diese Insel und legten 2 ungeplante Hafentage ein.

In einem Infopavillion am Hafen fand Jeanette eine hübsche Broschüre in deutsch über die Insel mit allen Sehenswürdigkeiten, verpackt in eine Wanderung. Das haben wir natürlich gemacht, sogar ein Badespaß war möglich. Es war toll, Schweden in komprimierter Form. Astrid Lindgren hatte viele Jahre ihren Sommersitz auf der Insel und hat sich hier inspirieren lassen. Pipi Langstrumpf hätte jeder Zeit um die Ecke kommen können.

Stockholm, unser nächste Ziel, wurde am 02.07. unter Motor erreicht, hier kam zum nicht vorhanden Wind auch noch heftiger Regen und kalte 10° dazu. Als Krönung meldete sich der Wind 3 sm vor Stockholm mit heftigen Böen zurück. Gerade richtig zur Ansteuerung des Wasahamn. Die Hafeneinfahrt war kaum zu sehen, da der Regen und ein 15 m langes Londoner Kanalhausboot die Einfahrt verdeckte. Unsere Dockspot Recherche ergab, dass der Hafen voll ist und so spekulierten wir. Glück gehabt, wir fanden eine super Box! Starkwind bedingt, vom Regen will ich nicht reden, liegen wir hier noch immer und genießen diese traumhafte Stadt.

Wasamuseum und die Altstadt „Gamla stan“ haben es uns besonders angetan und die 10° morgens im Cockpit könne diesen Eindruck nicht schmälern.

Am 6. Juli soll es ein Fenster Richtung Nynäshamn geben – schauen wir einmal.

Bisheriges Fazit: Bis Hanko, tolles Segeln, nicht warm aber erträglich. Zuvorkommende, sehr freundliche Hafenmeister rundeten das Bild ab. Ab Hanko eine bessere Landschaft, kein Wind und wenn doch, von vorn oder über 30 Kn. Der seglerische Frust ist mir anzumerken, die Orte Jurmo, Mariehamn, Furusund und Stockholm bessern die Laune zwar auf, aber unter Segeln wäre es 3 Klassen besser. Mal sehen, wie es weiter geht.

Gruß von der

ORION³

 

27.06.19 - Eindrücke vom Schietwetter

Inzwischen ist das Wetter ist umgeschlagen: Es schüttet wie aus Eimern, alle liegen an den Stegen mit dem Bug nach Norden keiner nutzt die andere Seite, das sieht richtig lustig aus. Alle drängeln sich in jede verbleibende Lücke, keiner will auf der Nordseite liegen. Hoffe, dass es bei euch besser ist.

Hier im Hafen wird es jetzt heftig, die Mitglieder des ASS laufen hektisch rum und haben Angst um ihre Brücken. Schlauchboote bringen weitere Leinen aus. Hier ist richtig was los. Ich hoffe bei euch ist es ruhiger. Wir liegen an einer drei geteilten Brücke die liegt schon wie in Schlangenlinie da. Es soll hier noch bis 35 Knoten hochgehen. Sie haben die Brücke mit den freien Bojen verbunden um sie noch weiter zu stabilisieren. Ich bin gespannt wie das Ganze ausgeht.

Bin jetzt vom Einsatz zurück, von einer Brücke, der äußeren, ist die Kette gebrochen. Die Brücke haben wir mit Leinen gesichert und wir mussten die Boote umlegen. Gottseidank sind wir nicht betroffen unser Brücke ist noch stabil wir sind jetzt das äußerste Boot. Das alles bei 30 Knoten Wind.

Es macht auch irgendwie Spaß, ich habe jetzt Finnen und Schweden beim umlegen geholfen. Habe was für die Völkerfreundschaft getan. Ein gutes Gefühl.

Grüße von der Orion3

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5.7.19 - Anmerkung der Redaktion: Die Orion 3 ist seit dem 2. Juli in Stockholm, wo sie abwarten, bis Regen und Starkwind weniger werden. Seit einer Woche herrschen auf der gesamten Ostsee 5 - 7 Windstärken aus Nord.

ORION³ 3. Standortmeldung

14.6. Nach unserem Zwangsaufenthalt im Hafen von Kärdla, wo wir die Grundberührung auf unserem Weg nach Koiguste, reparieren haben lassen, sind wir am 15.6 Richtung Dirhami aufgebrochen. Diese Grundberührung hätte nach Karte an dieser Stelle nicht sein dürfen, wir haben da wohl einen "neuen Stein" entdeckt. Das Werfteam in Kärdla war ein super Tip, wir wurden erwartet und schon 15 min nach dem Einlaufen war die ORION auf dem Trailer und 2 Tage später war alles erledigt. Durch den Sturm hier oben – bis 35 Kn - hätten wir sowieso nicht auslaufen können und so haben wir außer dem Schreck und Stress keine Zeit verloren. 

Auf der Fahrt nach Dirhami begleitet uns dichter Seenebel und dies 30 Sm lang, bis kurz vor die Hafeneinfahrt.

15.6. Abgelegt Dirhami in Richtung Tallinn, hier wurde uns ein neuer Hafen „Kakumäe“(neu seit 2017) empfohlen. Ein SUPER Tip, eine 5* Marina mit Blick auf Tallinn (Taxi 15 min in die Altstadt) gratis Sauna, Waschmaschine und Trockner für 25€/Tag.

Der Schlag wurde wieder mit Nebel begonnen, aber das kennen wir ja schon. Doch bald kam wieder der Spi zum Einsatz. Kurz vor dem Hafen Kakumäe wurden die letzten paar Meilen im Zugvogelstiel / im Schmetterling absolviert. Auch hier lief die ORION über 6 Kn. Nach 44.5 sm im Hafen festgemacht. Wir wurden nicht enttäuscht: Ein freundlicher Hafenmeister erwartete uns. Überrigends sind und waren  wir bis heute die einzige deutsche Yacht im Hafen. Noch ist dies hier wohl ein Geheimtip....

Gestern (16.06.) stand nun Tallinn auf dem Programm. Das Wetter war prima:  Blauer Himmerl und zwischen 18 und 23 Grad, ideal zur Stadtbesichtigung. Abends zeigte der Schrittzähler 16000 Schritte, kein Wunder bei dieser tollen Stadt. Ein paar Bilder in der Galerie.

Gruß von der

ORION³

Wolfgang und Jeanette

ORION³ ‒ 2. Standortmeldung

Wer Lust hat kann eine Blick auf die Bildergalerie und die Video-Ausschnitte werfen.

2.6 Pavilosta abgelegt und nach 7:00h und 36,5 Sm in Ventspils festgemacht. Dieser Ort ist ein Muss für den Absprung nach Estland, mehr aber auch nicht.

4.6 Abgelgt Richtung Estland. Nach Tips eines finnischen Seglers haben wir uns für Montu entschieden. Hier istl ein neuer Hafen im entstehen.

5:45 abgelegt und 13:50 und 45,3 Sm in Montu festgemacht. Die Überfahr war ein Highlight für mich, 4 Stunden Spi am Stück und unseren Rekord „Fahrt durchs Wasser“ mit 8,8 Kn neu aufgestellt

Montu war wirklich neu und noch im Bau. Das Higlight an Land war der Fahrradausflug zur Südspitze Saareemas. Einfach traumhaft, die Landschaft, der Leuchtturm mit seine 250 Stufen und einem traumhaften Blick auf die Irben Strasse sowie ein bezauberndes Fischrestaurant.

Dieser Ausflug hat sich gelohnt.

https://youtu.be/phNwPx9yQJQ

6.6  6:45 Richtung Kuressaare abgelegt, nach 24,8 Sm in Kuressaare um 11:15 festgemacht. Super „Am Wind“ segeln. Der Hafen ist klasse. Morgen beginnen die Besichtigungen.

https://youtu.be/rSh2bbl0snA

weitere Bilder in der Galerie

Gruß von der

ORION³

Wolfgang und Jeanette

Hallo SVSt`ler

Eine kurze Standortmeldung von der ORION³

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