Seesegeln

SVSt unterwegs - Seeblogs, Fahrtensegeln, Fahrtenwettbewerbe, Seereisen
PrimaDonna

PrimaDonna

Die letzten Tage haben wir in der Hanöbucht (Südschweden), auf Bornholm (Dänemark) und in Swinemünde und Stettin (Polen) verbracht. Auch hier hatten wir interessante Begegnungen mit anderen Seglern, viel zu betrachten und zu bestaunen, und traumhafte Segeltörns alternierend mit Fahrten unter Motor, weil entweder zu viel oder gar kein Wind war. 

Die Etappen der letzten Tage zeichneten sich durch einen Wechsel von schönen Segeltagen und Fahrradtouren durch abwechslungsreiche Naturreservate aus.

Nach den Fahrten durch enge Schärengewässer mit streng vorgegebenen und vorbereiteten Routen genossen wir das freie Wasser, in denen wir das Boot so richtig „laufen lassen“ konnten. Die Strecke von Figeholm nach Byxelkrok auf Öland war Segeln vom Feinsten. Bei Sonne, Wärme und 3 – 4 Beaufort konnten wir am Wind oder – nach einem Winddreher – mit halbem Wind bis kurz vor dem Hafen die Segeltour ausführlich genießen.

Während der vergangenen Tage sind wir durch die ostschwedischen Schären gesegelt und gefahren; in Ruhe und ausgiebig haben wir diese interessante und vielseitige Landschaft auf uns wirken lassen. Unsere Ziele variierten zwischen lebhaften und ruhigen Buchten, Kleinstädten bzw. Mini-Orten und Vereinshäfen von schwedischen Seglervereinen.

Die Westseite der Ostsee zeigte sich uns vielgestaltig: von historisch bedeutsamen Städten bis hin zu atemberaubende Schärenlandschaften. Das Wetter war allerdings nicht mit dem Traumsommer, den wir im letzten Jahr erleben durften, zu vergleichen; es war teilweise sehr kühl, erst seit wenigen Tagen ist es etwas wärmer (gestern war allerdings ein einzelner Hochsommertag), der Wind hingegen meint es bislang sehr häufig gut mit uns, kommt aus einer genehmen Richtung, aber manchmal auch recht stark.

Im vergangenen Jahr besuchten wir auf unserer Ostsee-Rund Tour den Ostteil Schwedens nur sehr kurz. Auf diesen Küstenabschnitt möchten wir nun gerne in diesem Jahr einen Schwerpunkt unserer Reise setzen.

Am 21. Mai ging es los. Nach einem herzlichen Abschied in unserem heimischen SVSt sind wir, wie üblich, unter Motor nach Stettin gefahren (Kanäle, Oder – durch den wunderbaren Nationalpark Untere Oder), und haben dort im AZS unseren Mast gestellt; alles bei teils sonnigem, teils bedecktem Himmel und angenehmen Temperaturen.

Die Etappen der vergangenen Tage zeichneten sich vor allem durch die unterschiedlichen Schären-Landschaften in Südfinnland, den Alands und dem Stockholmer Schärengarten aus, zur Abwechslung sahen wir dann auch einige Städte.

Bei der Auswahl der Ziele in diesen Landschaften folgten wir insbesondere den Empfehlungen finnischer und schwedischer Segler und finnischer Kolleginnen: teilweise Orte, von denen wir bisher noch nichts gehört hatten.

In der letzten Zeit hatten wir sehr unterschiedliche Etappen und Erlebnisse:

Von Lohusalu (Estland) aus führten einige Ausflüge per Bus nach Tallinn. Tallinn ist wirklich eine Reise wert! Diese Stadt beeindruckend zu nennen, ist nicht ausreichend. Die Altstadt verfügt über viel gut erhaltenen historische Bausubstanz. Die Häuser, Gassen, Kirchen und Bezirke lassen das Leben und Treiben im Mittelalter gut vorstellbar werden. Diesen einmaligen Eindruck lassen sich natürlich auch viele Kreuzfahrtschiffpassagiere nicht entgehen. Als Gegenpol dazu erlebt man gleich in angrenzenden Bezirken eine lebhafte Großstadt mit moderner Architektur und Hochhäusern.

Auf unserer Segelrundtour durch die Ostsee sind wir – die SY Juella und die SY PrimaDonna, gemeinsam bis Danzig auch mit der SY Julius – in einem kleinen Hafen kurz vor Tallinn angekommen. Unsere Fahrt führte uns von Swinemünde entlang der polnischen Küste nach Kolberg, Darlowo und Leba, an der Halbinsel Hel entlang ging es dann in die Danziger Bucht nach Hel und weiter nach Danzig, einem Höhepunkt unserer bisherigen Reise.

Weit gefehlt: Wer sich von Swinemünde in Richtung Osten auf den Weg machen will, dem liegen eine Reihe teilweise sehr große militärischer Sperrgebiete im Weg. Diese sind in der Seekarte als „Sperrgebiet Nr. …. (occas.)“ gekennzeichnet. Die tatsächlichen Sperrzeiten werden vom „Hydrografic Office oft the Polnish Navy“ oder über Navtex veröffentlich (Quelle .s 1. Blog). Die Sperrzeiten werden oft erst am Tag vorher bekannt gegeben und manchmal auch kurzfristig aufgehoben.

31.05.2016

Marina Kolberg

Nach unserem Plotter mit aktuellen Karten sowie GoogleEarth liegen wir auf Land.

Tatsächlich befinden wir uns schwimmend in einem völlig neuen Gästehafen der Marina Kolberg. Von See kommend fährt man weit Richtung Fischerhafen an der bisher als neue Marina bezeichneten Clubmarina vorbei die man links liegen lässt. Ein Hinweis an Land „Guests“ weist den Weg. Nach einem Linksbogen befindet sich das Becken links etwas zurückliegend. Die Einfahrt ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Am 19. Mai haben wir den SVSt Richtung Ostsee verlassen.

Viele liebe Freunde und Mitglieder haben uns einen wunderschönen Abschied bereitet. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

Eine Übersicht über praktische Wetter- und Navtexmeldungen: