Seesegeln

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Sonntag, 12 Juni 2016 19:31

Ostsee - ein Meer des Friedens?

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U-Boot beim Auslaufen aus Gdingen U-Boot beim Auslaufen aus Gdingen

Weit gefehlt: Wer sich von Swinemünde in Richtung Osten auf den Weg machen will, dem liegen eine Reihe teilweise sehr große militärischer Sperrgebiete im Weg. Diese sind in der Seekarte als „Sperrgebiet Nr. …. (occas.)“ gekennzeichnet. Die tatsächlichen Sperrzeiten werden vom „Hydrografic Office oft the Polnish Navy“ oder über Navtex veröffentlich (Quelle .s 1. Blog). Die Sperrzeiten werden oft erst am Tag vorher bekannt gegeben und manchmal auch kurzfristig aufgehoben.

Die Dauer der Sperrzeiten betrug in den vergangenen Wochen bis zu 10 Tagen und 24 Std. am Tag. Manchmal gibt es bei einigen bis zu 4 Std. Durchfahrtszeiten. Die Sperrgebiete vor Hel wurden in den letzten Tagen über die 12 sm Grenze hinaus weit in die polnische Wirtschaftszone erweitert, wobei hier nach internationalem Recht die Bezeichnung „Area temporarily dangerous to shipping“ angebracht wird. Im Bereich der russischen Wirtschaftszone wird das ähnlich gehandhabt, wobei dann ein Weiterkommen von Hel nach Klaipeda unmöglich wird. Die Sperrgebiete vor Hel kann man auf der Landseite passieren, dies führt einen jedoch auf eine Wassertiefe von < 3m.

Die Passage entlang der polnischen Küste ist zwar wunderschön, macht sie aber auch weiter nach Litauen zur Zeit nicht einfach.